Mind the (Air)Gap – Datenschutz und Datensouveränität im Projektmanagement

Infografik zu Hosting-Modellen im Projektmanagement: Drei Stufen von links nach rechts – Cloud (Server mit Verbindung zu externen Wolken und Datenfluss nach außen), On-Premise (eigener Server mit teilweiser Verbindung zur Cloud) und Air Gapped (isolierter Server unter einer Schutzglocke ohne externe Verbindungen). Papierflieger symbolisieren den Datenfluss. Überschrift: „Mind the (Air)Gap – Datenschutz im Projektmanagement".
Von Cloud über On-Premise bis Air Gap: Wer volle Datenkontrolle braucht, muss die Lücke bewusst schließen.
ℹ️ tl;dr
  • Cloud ist schnell – aber nicht immer die richtige Wahl. Wer sensible Projektdaten verarbeitet, merkt irgendwann, dass Datenkontrolle und SaaS-Lösungen nicht immer zusammenpassen.
  • On-Premises bedeutet nicht automatisch volle Kontrolle. Viele selbst gehostete Lösungen kommunizieren trotzdem mit externen Servern. Erst ein Air Gap trennt wirklich.
  • Plane bietet Projektmanagement On-Premises – inklusive Air Gap Variante. Kein Datentransfer nach außen, keine externen Abhängigkeiten, vollständig auf dem eigenen Server betreibbar.
  • Honicon ist erster Plane-Partner in Europa und begleitet Unternehmen von der Einrichtung bis zur Integration in bestehende IT-Strukturen.

Mind the Gap

Warum Projektmanagement On-Premises manchmal die bessere Wahl ist

Illustration zum Cloud-Hosting: Eine Wolke mit Ordner-Symbol, verbunden mit einer weiteren Cloud. Papierflieger (Daten) fliegen nach außen. Zwei X markieren: Keine Daten auf eigenem Server, kein Schutz vor Datentransfer nach außen.
Volle Flexibilität, keine Datenkontrolle: Daten liegen extern und werden übertragen.

Wer heutzutage auf der Suche nach einer Projektmanagement-Lösung ist, landet schnell bei einer Lösung aus der Cloud. Ein kurzer Demo-Call, ein paar Klicks – und die Umgebung läuft. Schnell eingerichtet, funktionsbereit. Cloud eben.

Kein Wunder also, dass Lösungen aus der Cloud so verbreitet sind. Sie lassen sich schnell einrichten, sind gut skalierbare und ersparen einem Diskussionen über die Anforderungen und Erweiterung der Serverumgebung.

Aber irgendwann taucht eine Frage auf, die vorher niemand gestellt hat.

Wo liegen eigentlich unsere Daten?

Spätestens an diesem Punkt wird sichtbar, dass zwischen dem, was Cloud verspricht, und dem, was du und dein Unternehmen wirklich brauchen, manchmal eine Lücke entsteht. Mind the gap.

Wenn die Lücke sichtbar wird

Diese Lücke ist selten sofort sichtbar. Sie zeigt sich nicht bei der ersten Einrichtung und auch nicht im Demo-Call. Häufig taucht sie erst später auf – zum Beispiel dann, wenn die IT-Abteilung feststellt, dass eine SaaS-Lösung regelmäßig Daten an Server irgendwo auf der Welt überträgt. Automatisch, im Hintergrund, ohne dass jemand bewusst zugestimmt hat.

In diesem Moment beginnt die Diskussion. Nicht mehr darüber, welche Lösung die meisten Funktionen hat. Sondern darüber, wo Daten liegen, wer Zugriff darauf hat und welche Abhängigkeiten im Hintergrund entstehen.

Gerade im Projektmanagement kann das eine größere Rolle spielen, als zunächst gedacht. In Projekten entstehen ständig sensible Informationen: Aufgaben, Kommentare, Zeitbuchungen, Kommunikationsverläufe. Häufig sind damit auch personenbezogene Daten verbunden.

Was On-Premises eigentlich bedetuet

Illustration zum On-Premise-Hosting: Ein eigener Server, durch den Papierflieger (Daten) hindurchfließen – Daten kommen rein und gehen auch wieder raus. Ein Häkchen für „Daten auf eigenem Server", ein X für „Kein Datentransfer nach außen".
Eigener Server, aber nicht isoliert: Daten können trotzdem nach außen fließen.

Der naheliegende Schritt klingt einfach: selbst hosten, On-Premises. Doch On-Premises ist nicht gleich On-Premises.

Viele Lösungen, die heute als „lokal“ oder „self-hosted“ vermarktet werden, kommunizieren trotzdem regelmäßig mit externen Servern. Für Lizenzprüfungen, Telemetrie, Updates oder Cloud-Backups. Das muss nicht problematisch sein. Es entspricht aber häufig nicht dem, was Unternehmen erwarten, wenn sie sich bewusst für eine interne Lösung entscheiden.

Im Kern bedeutet Projektmanagement On-Premises: Du betreibst deine Software auf Servern in deinem eigenen Rechenzentrum. Du bestimmst, wie deine Infrastruktur aufgebaut ist und mit welchen Systemen sie kommuniziert. Aber auch das ist noch keine Garantie dafür, dass deine Daten wirklich bei dir bleiben.

Air Gap: Wirklich getrennt.

Illustration zum Air-Gapped-Hosting: Ein Server unter einer Schutzglocke, Papierflieger (Daten) prallen ab und können nicht eindringen oder entweichen. Zwei Häkchen bestätigen: Daten auf eigenem Server, kein Datentransfer nach außen.
Vollständige Isolation: Daten bleiben auf dem eigenen Server, kein Transfer nach außen.

Genau hier setzt das Air Gap Prinzip an. Eine Air Gap Umgebung wird bewusst von externen Netzwerken und dem Internet getrennt betrieben. Keine Verbindung nach außen, keine Telemetrie, kein Cloud-Backup, das ungefragt Daten abführt. Was intern bleibt, bleibt intern.

Das ist mehr als ein technisches Detail. Es ist eine bewusste Entscheidung für vollständige Kontrolle über die eigene Infrastruktur. Und sie macht einen echten Unterschied – gerade dann, wenn Datenschutz keine Option ist, sondern Pflicht.

Genau dieser Ansatz steckt hinter der Air Gap Variante von Plane. Plane ist ein modernes, offen aufgebautes Projektmanagement-Tool mit übersichtlicher Bedienung und guter Erweiterbarkeit. Mit der Air Gap Variante lässt es sich vollständig im eigenen Rechenzentrum betreiben – ohne Verbindung zu externen Diensten. Wir bei Honicon sind der ersten Plane-Partner in Europa und helfen Unternehmen dabei, Plane einzuführen und zu betreiben.

Wer braucht das und warum?

Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht. Cloud ist für viele Unternehmen eine sehr gute Lösung – flexibel, schnell bereitgestellt, weniger Betriebsaufwand.

Es gibt jedoch Situationen, in denen Datensouveränität eine entscheidende Rolle spielt. Etwa bei sensiblen Projektdaten in der Produktentwicklung oder Fertigung. In regulierten Branchen wie Medizintechnik, öffentlicher Verwaltung oder Finanzdienstleistungen. Bei Organisationen, die unter NIS2 oder branchenspezifische Sicherheitsstandards fallen. Oder in Teams, die ohne permanente Internetverbindung arbeiten müssen.

Manchmal sind es auch ganz praktische Gründe: Gegenüber Kunden kann es ein echtes Argument sein zu wissen, dass ihre Daten nicht mit Dritten geteilt werden.

In solchen Situationen ist eine Cloud-Umgebung nicht die falsche Wahl. Sie passt nur nicht zu den Anforderungen. Wie ein Werkzeug, das gut ist – aber für eine andere Aufgabe gebaut wurde.

DSGVO, BSI und das Kleingedruckte

Seit dem 25. Mai 2018 gilt in Europa ein klarer Grundsatz: Wer Daten erhebt oder verarbeitet, trägt Verantwortung für ihren Schutz. Die DSGVO macht das verbindlich. Der BSI IT-Grundschutz gibt zusätzlich einen strukturierten Rahmen für IT-Sicherheit in Organisationen.

Ein Bereich, der dabei häufig unterschätzt wird, ist das Projektmanagement. Aufgaben mit Namen, Kommentare, Zeiterfassungen, Kommunikationsverläufe – das sind personenbezogene Daten. Sie entstehen täglich, oft ohne dass jemand bewusst darüber nachdenkt.

Wer diese Daten in der Cloud speichert, sollte sicherstellen, dass der Anbieter DSGVO-konform arbeitet und ein Auftragsverarbeitungsvertrag vorliegt. Bei einer On-Premises-Lösung mit Air Gap entfällt ein Teil dieser Fragen. Die Daten liegen bei dir. Die Kontrolle auch.

Gutes Projektmanagement auch ohne Cloud

Die Vorstellung, dass man sich zwischen Datenschutz und einem guten Projektmanagement-Tool entscheiden muss, ist heute überholt.

Plane bietet als Projektmanagement-Tool On-Premises alles, was Teams im Projektalltag brauchen: Aufgabenverwaltung, Boards, Roadmaps und mehr. Die Air Gap Variante läuft vollständig auf dem eigenen Server. Keine Verbindung nach außen. Keine externen Abhängigkeiten.

Wir unterstützen bei Honicon Unternehmen dabei, Plane einzuführen und in bestehende IT-Strukturen zu integrieren. Von der technischen Einrichtung über die Anbindung an interne Systeme bis zur Schulung der Teams. Das Ziel: eine Projektmanagement-Plattform, die sich sauber in deine Infrastruktur einfügt und langfristig zuverlässig läuft.

Die Lücke bewusst schließen

Die Entscheidung zwischen Cloud und On-Premises ist keine Frage von Ideologie. Sie hängt von den Anforderungen deines Unternehmens ab. Wer diese kennt, kann sie fundiert treffen.

Wenn du merkst, dass die Lücke zwischen dem, was eine Cloud-Lösung verspricht, und dem, was dein Unternehmen wirklich braucht, größer wird – dann lohnt sich ein genauer Blick. Auf die Daten. Auf die Infrastruktur. Auf die Optionen.

Mit Plane und der Air Gap Variante gibt es heute eine echte Antwort auf genau diese Frage. Wir helfen dir dabei, sie sauber umzusetzen. Pragmatisch, ohne Buzzwords und ohne übertriebene Versprechen.

Am Ende merkt man manchmal erst spät, dass zwischen Versprechen und Realität eine Lücke entstanden ist. Der wichtigste Schritt ist dann, sie zu erkennen. Der nächste, sie bewusst zu schließen.

Autor: Christian Harms

Christian Harms